Große Talente der Musikschule beeindrucken mit Spielfreude und Virtuosität


Den Auftakt machte die junge Klarinettistin Olivia Rivero mit dem zweiten Satz aus der Sonate op. 167 von Camille Saint-Saëns. Sie zeigt bereits im zarten Alter von dreizehn Jahren ein feines Gespür für Klangbalance und musikalischen Ausdruck. Der anschließende „March“ aus Jonathan FeBlands „Three Miniatures“ überzeugte durch rhythmische Präzision und klare Artikulation. Eine beeindruckende Vorstellung, die das große Talent der jungen Musikerin unterstrich.

Für einen der eindrucksvollsten Momente des Konzerts sorgte der 13-jährige Elias Morelli mit seiner Darbietung des Rondo aus Mozarts Haffner-Serenade (in der Bearbeitung von Fritz Kreisler). Mit bestechender Sicherheit und ausdrucksstarker Phrasierung ließ er seine Violine singen und zeigte eine herausragende Bühnenpräsenz, die das Publikum sichtlich beeindruckte.

Mit introspektiver Tiefe präsentierte Leon Sami Leipnitz das „Prélude Nr. 1“ von Heitor Villa-Lobos auf der Gitarre. Die melancholischen Linien des e-Moll-Stücks gestaltete er mit großem klanglichem Feingefühl und technischer Souveränität – eine ruhige, aber eindringliche Darbietung.

Einen ganz anderen Ton schlug Sebastian Breckner an, der mit Liszts „Waldesrauschen“ seine technische Brillanz und die Fähigkeit zu großer musikalischer Farbigkeit auf dem Klavier unter Beweis stellte. Die feinen Nuancen, mit denen er das impressionistisch anmutende Werk ausgestaltete, machten seinen Vortrag zu einem besonderen Erlebnis.

Luis Paredes Sautter zeigte mit dem dreisätzigen Konzertstück in F für Tuba und Klavier eine beeindruckende Klangfülle und Wendigkeit und beeindruckte mit präzisem Zusammenspiel, technischer Sicherheit und einer klaren musikalischen Linie – ein Auftritt, der auch mit gängigen Klischees über die Tuba gekonnt aufräumte.

Mit einem frischen und souveränen Improvisationsstil beschloss Matthias Kurz das Konzert. Seine freie Interpretation über den Jazzstandard „Someday My Prince Will Come“ überzeugte durch harmonische Vielfalt, rhythmische Finesse und einen persönlichen Ausdruck, der seine fundierte Ausbildung im klassischen wie im Jazzbereich deutlich machte.

Die Matinée zeigte erneut: Die musikalische Nachwuchsarbeit der Musikschule Fellbach, getragen durch das Engagement der Lehrkräfte bringt beeindruckende Talente hervor, die mit Leidenschaft, Können und Ausdruckskraft überzeugen.