Musikalische Vielfalt und begeisterte Zuhörer bei den Orchesterkonzerten der Musikschule Fellbach


Den Auftakt des Nachmittagskonzerts machten die jüngsten Streicher der Musikschule, die Arcolinos, unter der Leitung von Anna Bayod Pastor. Hochkonzentriert und mit bemerkenswerter Disziplin präsentierten sie die berühmte Barcarolle sowie den schwungvollen Can-Can von Jacques Offenbach. Das Ensemble überzeugte mit aufmerksamem Zusammenspiel und großer Konzentration – ein gelungener Einstieg in den Konzertnachmittag.
Im Anschluss betraten die Sinfoninos, das Vororchester der Musikschule, die Bühne – und sprengten sie zahlenmäßig beinahe. Das große Ensemble zeigte sich hervorragend vorbereitet und sehr gut aufeinander eingestimmt. Ebenfalls unter der Leitung von Anna Bayod Pastor gelang zunächst eine innige und fein gestaltete Interpretation des Allegretto aus der 2. Sinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit der Ouvertüre zur Oper Carmen von Georges Bizet wechselte die Stimmung: schwungvoll, rhythmisch prägnant und mit viel Energie entfaltete sich die bekannte Musik.
Für große sinfonische Dimensionen sorgte anschließend das Sinfonieorchester unter der Leitung von Knud Jansen. Das Prélude aus der Suite für Orchester op. 49 von Camille Saint-Saëns beeindruckte mit stimmungsvollen Kontrasten, differenzierten Klangfarben und sorgfältig gestalteten dynamischen Bögen. In der Ouvertüre zur Oper La clemenza di Tito von Wolfgang Amadeus Mozart entfaltete das Ensemble schließlich eine überwältigende Klangfülle und eine souveräne musikalische Präsenz – man hätte sich gut vorstellen können, dass sich an dieser Stelle der Vorhang gehoben und die Oper begonnen hätte.
Mit besonderer Spielfreude präsentierten sich anschließend die Bläserensembles. Gemeinsam spielten das Bläservororchester La Banda und das Sinfonische Jugendblasorchester (SJBO) und boten unter der Leitung von Sebastian Rathmann schwungvollen die bekannten Melodien „Happy“ und „Sweet Caroline“ dar.
Den Abschluss bildete das SJBO alleine. In Concerto d’Amore von Jacob de Haan beeindruckte das Ensemble mit kraftvollem Gesamtklang und erstaunlicher Balance zwischen den Registern. Ein anspruchsvolles Morricone-Medley setzte mit seinen facettenreichen Filmmelodien einen effektvollen Schlusspunkt.
Großen Anteil am Erfolg der Konzerte hatten die engagierten Orchesterleiterinnen und -leiter sowie die Instrumentallehrkräfte der Musikschule. Ihr sorgfältiges und inspirierendes Arbeiten zeigte sich in der ausgezeichneten Vorbereitung der jungen Musikerinnen und Musiker.